Veröffentlicht Dezember 11th, 2013 | von Julia Donath

Fanzuwachs trotz Titstorm

Dieser Shitstorm jagt seit zwei Tagen durch Facebook: Jung von Matt erhitzte die Gemüter mit einem Foto, das tief blicken ließ und auf die Weihnachtsfeier verweisen sollte.

„Sexistische Kackscheiße“

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: Ein regelrechter Titstorm brach über die Werbeagentur ein. Geschadet hat es der Facebook-Seite allerdings nicht. Wie wir sehen konnten, gewann Jung von Matt sogar Fans im großen Ausmaß: von gestern auf heute alleine über 1000 neue Anhänger. Das sind fast zehn Prozent in nur 2 Tagen.

Das ist nicht das erste Mal, dass wir eine solche Reaktion entdecken. Schon Vodafone gewann im September an nur einem Tag 4000 Fans trotz – beziehungsweise dank – Shitstorm.

Social Media heißt auch, auf die Nase zu fallen

Indes betonte Jung von Matt-Sprecherin Katja Weber gegenüber HORIZONT.NET, dass ihr Team, das für Facebook zuständig ist und auch diesen Post veröffentlicht hat, komplett aus weiblichen Mitarbeitern besteht. „Social Media heißt auch, Dinge auszuprobieren. In diesem Fall sind wir eben mal auf die Nase gefallen – aber wir stehen dazu“, so Weber.

Die Agentur reagierte nach wenigen Stunden, löschte den Post und entschuldigte sich für den Fehlgriff:

Jung von Matt hat einen Status geteilt – 10.12.13

Verstanden! Mit dem Bild sind wir klar übers Ziel hinausgeschossen.Wir entschuldigen uns für den Fehlgriff und nehmen den Post von der Seite.

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FunFact: Die Entschuldigung avancierte zum erfolgreichsten Post von Jung von Matt der letzten drei Monate.

Auf Facebook lässt Satire bekanntlich nicht lange auf sich warten. Mittlerweile hat der Ursprungspost etliche Nachahmer gefunden – und trägt so nebenbei den Namen Jung von Matt weiter in die Welt:

Extra 3 hat ein Bild geteilt – 10.12.13

Wir freuen uns jetzt schon auf die Weihnachtsfeier am Donnerstag. Klamotteninspiration für die Herren?!(Wo bleibt der Shitstorm???) #JungvonMatt

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Und auch in den klassischen Medien, Onlinemagazinen, in Blogs und Fachbeiträgen findet Jung von Matt Zugang.

Schlechte PR ist besser als keine

Im Netz gilt: Was wirklich witzig ist, entscheiden die Fans. Und wer übers Ziel hinausschießt, muss schnell reagieren. Dennoch: Egal, was gesagt wird – Hauptsache, über die Seite wird gesprochen. Denn das heißt: mehr Reichweite, mehr Traffic und letztlich mehr Fans. Auch auf Facebook gilt offenbar die alte Grundregel: Schlechte PR ist besser als keine.


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Über den Autor

Hallo, mein Name ist Julia Donath. Ich bin Journalistin und lebe in Berlin. Ich arbeite als Redakteurin und Social Media Managerin bei Fanpage Karma. Hier erhöhe ich nicht nur den Östrogenspiegel in der Berliner Startup Szene, sondern auch die Zugriffszahlen auf das Blog und unsere weiteren Online-Auftritte.





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